ZTGVideosprechstunde, Telemonitoring und Telekonsil: schon für sich ein deutlicher Qualitätsgewinn für die Versorgung zeigt sich gerade im Zusammenspiel dieser einzelnen Anwendungen ein unmittelbarer Mehrwert von Digitalisierung. Momentan stehen telemedizinische Anwendungen oftmals losgelöst voneinander. Wie könnte es im Gesamtbild aussehen, wenn alles ineinandergreift? Eine Frage, der die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) im Rahmen einer digitalen Patientenreise nachgegangen ist.

DGTelemed-Vorstandsmitglied Prof. Dr. rer. nat. Britta Böckmann führt darin gemeinsam mit Prof. Dr. med. Christoph Schöbel, Spezialist für Schlafmedizin und Leiter des Zentrums für Schlaf und Telemedizin an der Universitätsmedizin Essen, am Beispiel von Schlafapnoe durch die einzelnen Versorgungsstationen. Entstanden ist das Video im Rahmen des 13. Nationalen Fachkongresses Telemedizin der DGTelemed in Kooperation mit der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH vom 16.-17. Mai 2023 in Berlin. Dort erfuhren die Teilnehmer, wie ein realer Patient die digital unterstützte Betreuung zusätzlich zu Arztbesuchen vor Ort derzeitig wahrnimmt.

Bei Schlafapnoe setzt die Atmung während des Schlafs wiederholt kurzzeitig aus, was den Betroffenen wertvollen Schlaf raubt. Patient Gianmarco Morleo schilderte während des Kongresses in einer inszenierten Videosprechstunde seinen eigenen Krankheitsverlauf.

„Anhand dieses konkreten Patienten möchten wir zeigen, was mithilfe der Telemedizin schon möglich ist“, erklärte Prof. Böckmann mit Dank an Herrn Morleo. „Wir haben hier zahlreiche bereits existierende Technologien sinnvoll vernetzt. Für den Einsatz in der Routineversorgung müssen wir entlang von Patientenpfaden definieren, wer in einem bestimmten Behandlungssetting was tut und wie das vergütet wird. Momentan besteht die telemedizinische Welt aus zu vielen einzelnen Puzzleteilen. Diese Patientenreise zeigt eindrücklich, wo konkret der Mehrwert der Digitalisierung für die Versorgung liegt.“

Einzelne Anwendungen, die insgesamt die Versorgungsqualität erhöhen sollen, Zeit und letztendlich auch Nerven sparen. Beginnend mit einem ersten digitalen Monitoring zu Hause per Smartwatch, über eine erste Anamnese per Videosprechstunde und einer zwischenärztlichen Telekonsultation von Arzt zu Arzt bis zur strukturierten, engmaschigen Betreuung per Telemonitoring zur Überwachung des Krankheitsverlaufs. Greifen all diese digitalen Behandlungsstationen ineinander, zeigt sich deutlich der Mehrwert der Digitalisierung, meint auch Herr Morleo. Allerdings nur dann, wenn die digitalen Prozesse funktionieren und auch selbstverständlich genutzt werden.

Wie ein digital unterstützter Patientenweg aussehen kann, sehen Sie in der Aufzeichnung. Hier der Link zum ZTG-YouTube-Kanal.

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