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Digital Health ist die interdisziplinäre Verbindung von Gesundheit, Gesundheitsfürsorge, Leben und Gesellschaft mit digitalen Medizin- und Gesundheitstechnologien, um die Effizienz der Gesundheitsversorgung zu verbessern und Arzneimittel individueller und wirkungsvoller einsetzen zu können.
Der 6. IT-Gipfel der Bundeskanzlerin greift das Themenfeld von eHealth und Anwendungen der Telemedizin exponiert auf. Zwei von vier Foren des IT-Gipfels widmen sich diesem Themenfeld unter wirtschaftspolitischer sowie unter anwendungs- und versorgungspolitischer Perspektive. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Staatssekretär Thomas Ilka diskutieren in München gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Möglichkeiten von eHealth-Anwendungen und stellen die diesjährigen Ergebnisse der im Jahr 2010 gegründeten eHealth-Initiative vor.

Um die flächendeckende Nutzung von telemedizinischen Anwendungen zu erleichtern, wurden von der eHealth-Initiative Vorgaben für den Aufbau eines Informations- und Unterstützungssystems für Anwendungen der Telemedizin erarbeitet. Mit der Bereitstellung von Informations- und Serviceangeboten wird eine flächendeckende Verbreitung von telemedizinischen Anwendungen als Bestandteil der Regelversorgung erleichtert. Für Projektentwickler und –träger werden strukturierte Informationen zur Verfügung gestellt, die Doppelarbeiten vermeiden, Ressourcen schonen und zielgerichtete Entwicklungen ermöglichen. Das Informationssystem soll bis zum nächsten IT-Gipfel 2012 flächendeckend verfügbar gemacht werden. Zusätzlich soll die Integration von technischen und medizinischen Standards in den unterschiedlichen IT-Systemen der ambulanten und stationären Versorgung und der Vielzahl technischer Endgeräte mit dem Ziel einer sektorübergreifenden, überregionalen und internationalen Nutzbarkeit interoperabler Lösungen erleichtert werden. Die Initiative hat zudem Maßnahmen eingeleitet, die die Implementierung von Telemonitoring-Anwendungen in Versorgungsprozesse erleichtern soll. Es wurden Eckpunkte für eine eHealth-Strategie vereinbart, mit der aktuelle und zukünftige Bedarfslagen nutzerorientierter Anwendungen besser identifiziert, strukturiert und schneller aufgenommen werden können.

Die eHealth-Initiative wird getragen durch das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundesärztekammer, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, den GKV-Spitzenverband, den Verband der privaten Krankenversicherung, die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin, den Bundesverband Gesundheits-IT, den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, Atos Deutschland, den Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS und das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST.

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