Veranstaltungen

Eine Veranstaltung ist ein zeitlich begrenztes und geplantes Ereignis, an dem eine Gruppe von Menschen teilnimmt. Dieses Ereignis hat ein definiertes Ziel und eine Programmfolge mit thematischer, inhaltlicher Bindung oder Zweckbestimmung.
Der globale Markt für Medizintechnik und Medizinprodukte hat die Phase der zurückliegenden Wirtschafts- und Finanzkrise gut überstanden und befindet sich bei einem aktuellen Volumen von mehr als 300 Milliarden Euro auf stabilem Wachstumskurs. Wenngleich die Versorgungsstrukturen und die Finanzierungssituation der Anwender von Medizintechnik sich länderbezogen teils erheblich unterscheiden, so eint den Markt ein starker Güteraustausch. Mehr als die Hälfte der global produzierten medizintechnischen Geräte, Produkte und Instrumente ist für den Export bestimmt.

Flexibel passen sich die Hersteller dem Bedarf der jeweiligen Kontinental- und Regionalmärkte an. Während in Europa und dem nordamerikanischen Markt komplexe Systeme mit vergleichsweise hohem Innovationsgrad gefragt sind, werden in den Schwellenländern Asiens und Osteuropas robuste und einfacher zu bedienende Geräte im Sinne der schnellen und flächendeckenden Modernisierung der medizinischen Versorgungseinheiten abgesetzt. Steigende Einkommen und eine wachsende Bereitschaftschaft der Menschen, mehr Geld für Gesundheit auszugeben, werden auch hier für weiteres Marktwachstum sorgen.

Auf diesem also weltweit von starker Dynamik geprägten Markt hat Medizintechnik "Made in Germany" einen hervorragenden Ruf. Das beweist die hohe Exportquote von mehr als 60 Prozent und der Erfindungsreichtum der Industrie. Die Zahl der angemeldeten Patente für Medizintechnik liegt in Deutschland deutlich vor der anderer Branchen, z. B. der Automobilindustrie und Datenverarbeitung. In vielen Bereichen sind die deutschen "Medtech"-Hersteller Weltmarktführer.

Wie intensiv trotz aller Stärken jedoch der Wettstreit mit Herstellern anderer Nationen ist, wird einmal mehr im November die weltgrößte Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf zeigen (16. – 19. November). Zweidrittel der Ausstellerbeteiligungen kommen nicht aus Deutschland.

Bei der parallelen COMPAMED 2011 (16. – 18. November), der international führenden Zulieferermesse für die medizintechnische Fertigung, ist das Beteiligungsverhältnis von vergleichbar hoher Internationalität geprägt.

Den positiven Marktvorzeichen und der weltweiten Stellung als Nr. 1-Veranstaltung entsprechend lässt der bisherige Anmeldeverlauf zur MEDICA 2011 eine Beteiligung von etwa 4.500 Ausstellern und 116.000 Quadratmetern gebuchter Fläche erwarten, was gegenüber dem Vorjahr noch einmal ein Plus bedeutet.

Die MEDICA und die mit rund 600 Ausstellern belegte COMPAMED werden wieder das komplette Düsseldorfer Messegelände mit seinen 19 Hallen nutzen. In ihrer einzigartigen Kombination bilden sie die gesamte Prozesskette und das vollständige Angebot medizinischer Produkte, Geräte und Instrumente ab.

Thematische Schwerpunkte der MEDICA sind: Elektromedizin/ Medizintechnik, Labortechnik/ Diagnostica, Physiotherapie/ Orthopädietechnik, Medizinprodukte (Bedarfs- und Verbrauchsartikel), Informations- und Kommunikationstechnik, medizinisches Mobiliar und Raumeinrichtung.

Der Brückenschlag zwischen technischen Applikationen, Instrumenten oder Produkten und ihrer Anwendung in Bezug auf die Diagnose und Therapie konkreter Krankheitsbilder wird im Rahmen der MEDICA realisiert durch das Zusammenwirken der Fachmesse mit ihren integrierten Themenparks und Foren wie MEDICA MEDIA (Telemedizin/ medizinische IT, Halle 15), MEDICA VISION (Innovationsforum der Forschungseinrichtungen, Halle 3) oder MEDICA PHYSIO (Vorstellung physiotherapeutischer Anwendungen, Halle 4).

Neu im Programm: MEDICA WOUND CARE FORUM
Neu im Themenprogramm der MEDICA ist in diesem Jahr das MEDICA WOUND CARE FORUM in Halle 6. Das in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wundheilung (DIW) ausgerichtete Forum informiert an allen Veranstaltungstagen mitten im Messegeschehen über aktuelle Trends und Ansätze hinsichtlich der qualifizierten Versorgung chronischer Wunden.

Seine Fortsetzung finden wird das in 2010 gestartete MEDICA TECH FORUM (Halle 11). Im Blickpunkt stehen hier Medizintechnik-Innovationen und erste Erfahrungen damit in der medizinischen Praxis. Themen der Seminare sind zur MEDICA 2011 Neuheiten und aktuelle Trends auf den Gebieten der Intensivmedizin, der Katastrophenmedizin und der computergestützten Chirurgie. Partner für das in enger inhaltlicher Abstimmung mit dem MEDICA Kongress ausgestaltete Forum sind neben den Industrieverbänden SPECTARIS und ZVEI, die Bundeswehr und die Deutsche Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie (CURAC e. V.).

Der MEDICA Kongress ist mit jährlich mehreren tausend Teilnehmern, 600 renommierten Referenten und insgesamt 200 Seminaren und Kursen das größte interdisziplinäre medizinische Fortbildungsforum Deutschlands. Im besonderen Fokus stehen Themen der Onkologie, Kardiologie, altersbedingte Krankheiten sowie Angebote zur praktischen Fort- und Weiterbildung, etwa in den Bereichen Sonografie, Notfallmedizin oder Endoskopie.

EUROPEAN HOSPITAL CONFERENCE für Top-Entscheider
Bestandteil der MEDICA 2011 ist zudem der 34. Deutsche Krankenhaustag, die größte Kommunikations-Plattform für die deutschen Kliniken. Traditionell widmet sich der Deutsche Krankenhaustag verschiedenen politischen, medizinischen und wirtschaftlichen Themenfeldern der stationären Versorgung, von neuen Vergütungssystemen über die Optimierung der Patientenversorgung bis hin zu organisatorischen und unternehmerischen Fragen.

Unter dem Dach des Deutschen Krankenhaustages findet in diesem Jahr zum ersten Mal die EUROPEAN HOSPITAL CONFERENCE statt. Diese Veranstaltung richtet sich an Top-Entscheider aus Europas Kliniken und wird inhaltlich ausgestaltet von den europäischen Verbänden der Krankenhausträger (HOPE), der Krankenhausmanager (EAHM) und der Leitenden Krankenhausärzte (AEMH). Themen der 1. EUROPEAN HOSPITAL CONFERENCE sind aktuelle Aspekte europäischer Krankenhauspolitik sowie die Auswirkungen der Europäischen Patientenrichtlinie auf die Kliniken der EU.

Neben diesen festen Veranstaltungsbestandteilen der MEDICA stehen auch innovative Projekte von Kooperationspartnern für eine enge Verzahnung von Wissensvermittlung, fachlicher Diskussion und der Veranschaulichung des Nutzens innovativer medizinischer Lösungen in der praktischen Anwendung.

Anzuführen sind beispielsweise die Sonderschau „Wearable Technologies“ der Navispace AG (Halle 15) für komfortabel tragbare medizintechnische Geräte zur Patientenfernüberwachung oder auch der Gemeinschaftsstand der CTIA – The Wireless Association (USA) zu mobilen Produkten, Anwendungen und Netzwerkmanagement-Lösungen für den Gesundheitsmarkt (ebenfalls in Halle 15).

Auch "Live View" ist ein weiterer Sonderprogrammpunkt. Hierbei handelt es sich um ein gemeinschaftliches Event der Messe Düsseldorf und der s. g. Entscheiderfabrik, bei dem Schlüssel-Themen der medizinischen IT im Mittelpunkt stehen. Kliniken und ihre Software-Partner präsentieren transparent und verständlich für Entscheider anderer Kliniken, wie konkrete Problemstellungen im klinischen Alltag durch optimalen IT-Einsatz bewältigt werden können.

MEDICA: zentrale Plattform einer innovationsfreudigen Branche
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der MEDICA ist der kurze Innovationszyklus der Industrie. Jahr für Jahr werden im November in Düsseldorf spannende Neuheiten präsentiert, die die Prozesse der medizinischen Versorgung optimieren und nachweislich die Behandlungskosten senken. Dabei ist es eine zentrale Stärke der MEDICA, dass sie sich nicht beschränkt auf Lösungen für einzelne medizinische Fachdisziplinen. Sie gewährt dem Fachpublikum aus Arztpraxis und Klinikum an einem Ort zu einem Zeitpunkt klar nach Segmenten gegliedert den Komplettüberblick über neue Verfahren und Lösungsansätze für eine schnelle, zuverlässige Diagnostik und effektive Therapie.

Beispielhaft für verstärkt interdisziplinäres Denken in der medizinischen Versorgung sind etwa Innovationen für so genannte integrierte OP-Arbeitsplätze, die Medizintechnik-Hersteller zahlreich zur MEDICA 2011 thematisieren werden.

In den Operationssälen gibt es in der Regel eine Vielzahl an Geräten unterschiedlicher Hersteller. Die Bedienung von Einzelgeräten beansprucht jedoch viel Aufmerksamkeit und lenkt den mit ohnehin schon immer komplexeren Aufgaben konfrontierten und unter Zeitdruck stehenden Chirurgen zu sehr ab. In der herkömmlichen OP-Organisation kommen deshalb Assistenten, so genannte Springer, zum Einsatz. Sie bedienen die Geräte auf Anweisung des operierenden Arztes. Integrierte OP-Arbeitsplätze gestalten die Abläufe wesentlich effizienter. Hier kann der Chirurg von einem zentralen Touchscreen aus einzelne, über technische Schnittstellen gekoppelte Geräte wie z. B. Endoskope, Hochfrequenz-Chirurgie-Geräte, OP-Tische und –Leuchten oder auch Einheiten für die Telemedizin steuern. Die Benutzeroberflächen dieser integrierten Geräten werden dabei auf der zentralen Bedieneinheit ein-zu-eins dargestellt, so dass sich der Arzt nicht auf neue Bedienstrukturen umstellen muss. Es gibt sogar bereits Entwicklungen, die es erlauben, via Mikrofon und Spracheingabe die angeschlossenen Geräte zu steuern. Auf den Punkt gebracht: Dem Chirurg bleibt mehr Zeit, sich auf das Wesentliche bei einem Eingriff zu konzentrieren und der kostenintensive Einsatz von „Springern“ ist durch Einsatz dieser innovativen Technik-Lösungen nicht weiter erforderlich.

Health-IT wird mobil
Prozesse zu einfachen und die Verfügbarkeit aller relevanten Informationen für den Behandlungsvorgang am "Point of Care" so optimal wie möglich zu gestalten, ist zentrales Anliegen der medizinischen IT. Die MEDICA-Aussteller thematisieren hier die passenden Lösungen. Als zentrale Themen zur MEDICA 2011 zeichnen sich ab: Mobile Computing, IT-Sicherheit und intersektorale Vernetzung durch entsprechende Systeme für die Kommunikation zwischen dem ambulanten und stationären Bereich.

So dürfte die Arzt-"Kladde" in naher Zukunft ausgedient haben. Denn Tablet-PC und Smartphones sind auch bei Medizinern unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Der Arzt ist darüber nicht nur erreichbar, sondern kann mittels passender Applikationen (Apps) zahlreiche Informationen aus dem Krankenhaus-Informationssystem (KIS) schnell abrufen. Ob Laborbefunde, Medikationen oder Terminmanagement, die Handhabung der Geräte und Mini-Programme ist denkbar einfach. Auch gibt es Apps, die sich gezielt an Patienten richten und von den Leistungserbringern als Service-Tool eingesetzt werden. Damit kann ein Patient vor dem Eingriff beispielsweise auf notwendige Vorbereitungen hingewiesen werden oder er kann Informationen zum möglichen weiteren Therapieverlauf verständlich aufbereitet einsehen.

Je verfügbarer Daten sind und je intensiver der Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Akteuren in der ambulanten und stationären Versorgung sich vollzieht, desto mehr rückt damit die Datensicherheit in den Fokus. Auch in der medizinischen IT dürfte in diesem Zusammenhang das "Cloud Computing" an Bedeutung gewinnen, um Datentransfer und Speicherkapazitäten zentral und sicher zu managen und zu optimieren.

Zur Optimierung und vor allem Individualisierung der Therapie eignen sich unterdessen Neuheiten aus einem weiteren Schwerpunkt-Bereich der MEDICA, aus dem Bereich der Labortechnik und Diagnostica. Hier haben beispielsweise so genannte "Biochips" in den letzten Jahren für große Fortschritte gesorgt hinsichtlich des schnellen Diagnose-Nachweises bestimmter Körperwerte und Krankheitsindikatoren ("Biomarker") im Sinne einer möglichst individuell auf den Patienten abgestimmten Behandlung. Diese "Microarrays" helfen, eine Vielzahl von Untersuchungen auf ein Minimum zu reduzieren und die Zahl der Blutabnahmen sowie die Blutabnahmemenge beim Patienten so gering wie möglich zu halten. Die vorgefertigten, kompakten Platten sind mit unzähligen kleinen Vertiefungen versehen, in denen sich bereits chemische Substanzen für Untersuchungen befinden. Die zu untersuchenden Körperflüssigkeiten und weitere Reagenzien werden dann tröpfchenweise für die Laboranalyse aufgebracht. Mittlerweile gibt es erste Chips, die trotz der dafür notwendigen komplexen Technik am Fließband produziert werden. Der Clou dabei: Durch die Massenproduktion und damit einhergehende Stückkostendegressionseffekte werden insgesamt solche aussagekräftigen Verfahren bezahlbarer. Für die Diagnostik sind sie demnach auch unter wirtschaftlichen Aspekten zunehmend interessant.

Die vorgenannten Beispiele aus dem Themenspektrum der MEDICA zeigen, welche Dynamik den Gesundheitsmarkt ungeachtet aller Kostendiskussionen auszeichnet, welche Chancen sich für die Industrie daraus ergeben und warum es ein MUSS ist, sich auf dem Laufenden zu halten. Die weltweite Nr. 1-Branchenveranstaltung MEDICA bietet dazu beste Gelegenheiten.

Praktisch und unkompliziert - neues eTicket-System
Alle Besucher der MEDICA und COMPAMED werden in diesem Jahr erstmals vom neuen Besuchermanagement-System der Messe Düsseldorf profitieren. Ein Online-Ticket-Erwerb war zwar bereits in den Vorjahren möglich. Ab sofort gibt es für Besucher allerdings noch weitere Vorteile: Das vergünstigte "eTicket" lässt sich nach dem Kauf direkt ausdrucken, ist auch noch während der Messelaufzeit im Internet erhältlich und es ermöglicht die kostenlose Anreise mit den Verkehrsmitteln der Verkehrsverbünde Rhein-Ruhr (VRR) und Rhein-Sieg (VRS). Somit ist der Weg frei für einen stressfreien Messebesuch mit mehr Zeit für die faszinierende Neuheiten-Vielfalt der MEDICA (16. – 19.11.2011) und der COMPAMED (16. – 18.11.2011). In Verbindung mit dem neuen Besuchermanagement-System bieten sich auch Ausstellern erweiterte Möglichkeiten. Sie können zum Beispiel das Handling der Eintrittskarten-Gutscheine für ihre Kunden nun komplett online managen.

Das Eintrittsticket ist für beide Fachmessen gleichermaßen gültig und gewährt außerdem den Zutritt zu den meisten Veranstaltungen des MEDICA Kongresses.

MEDICA + COMPAMED gehen "App" - online und mobil!
Alle Informationen zu den einzelnen Veranstaltungsbestandteilen der MEDICA und der COMPAMED, zu teilnehmenden Ausstellern und ihren Produkten sind abrufbar im Internet-Portal unter http://www.medica.de und http://www.compamed.de.

Für den mobilen Internetzugriff bietet sich die Messe-"App" für iPhone, iPad und iPod touch an. Mit der App(-lication) lässt sich der Besuch von MEDICA und COMPAMED optimal vorbereiten - und das jederzeit und an allen Orten. Vor allem während der Messen kommt dieses mobile Service-Angebot der Messe Düsseldorf zum Tragen. So ist der interaktive Gelände- und Hallenplan die perfekte Orientierungshilfe auf dem Messegelände. Mit einfacher Fingersteuerung auf dem Touchscreen kann der Besucher in die einzelnen Hallen "springen", dank stufenlosem Zoomen auf einzelne Stände gehen und dann alle Informationen des Ausstellers sowie die von ihm angebotenen Produkte sehen. Selbstverständlich lassen sich per Volltextsuche alle Aussteller- und Produktdetails der gesamten Datenbank zur MEDICA 2011 und COMPAMED 2011 durchsuchen. Basis-Informationen und die aktuellen Messe-News sind ebenfalls abrufbar. In Kombination mit der GoogleMaps-Anbindung und der Integration der Kalender-Funktion ist die App (ab Ende August) ein perfekter Begleiter - vor, während und nach den Veranstaltungen. Verfügbar ist die kostenfreie App über den iTunes-Store von Apple und zwar in speziell auf die unterschiedlichen Bildschirme angepassten Varianten für iPhone/ iPod touch sowie das iPad.

Herstellerunabhängig können die Online-Angebote allerdings auch auf jedem Smartphone via Browser unter http://mobil.medica.de und http://mobil.compamed.de genutzt werden.

Öffnungszeiten von MEDICA und COMPAMED 2011: 10 bis 18:30 Uhr, samstags 10 bis 17 Uhr (nur MEDICA).

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